E+ Rechner

So wird Ihr Haus zum Plusenergiegebäude

Mit dem E+Rechner erhalten Sie einen groben Überblick über die wesentlichen Stellschrauben für den Energieplus-Standard.

Die im E+Rechner gezeigten Werte für Endenergie inklusive Haushaltsstrom und die für den Energiegewinn erforderlichen Photovoltaikleistung wurden für ein Einfamilienhaus von 180m² Nutzfläche beispielhaft auf Basis der DIN 18599 für verschiedene Qualitätsstandards der Gebäudehülle und einer Ausstattung mit verschiedenen Wärmepumpentypen errechnet.

Differenziert wurde außerdem, ob ein Keller gebaut werden soll und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingesetzt wird. Der angesetzte Haushaltsstrom von 2.500kWh entspricht den Anforderungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit für eine Wohneinheit. Die Grundlagen und Beispiele zum „Effizienzhaus Plus“ finden sie hier

Für jede weitere auf der Fläche realisierte Wohneinheit ist die Kollektorleistung um 2,8 kWp vergrößert zu wählen.

DIN 18599

Die DIN 18599 befasst sich mit der Berechnung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfs für Heizung, Kühlung, Lüftung, Trinkwarmwasser und Beleuchtung von Gebäuden. Die Norm stellt eine Methode zur Bewertung der Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes dar. Seit der ab 01.10.2009 geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 müssen Nichtwohngebäude gemäß der DIN 18599 erstellt werden. Wohngebäude können auch mit einem anderen Berechnungsverfahren berechnet werden.

Details zur Berechnung:

KfW-Standard der Gebäudehülle festlegen

KfW-Standard 55 Gebäudehülle z.B. mit:

  1. Außenwanddämmung
  2. Dachdämmung und neue Fenster mit Dreifachverglasung und Spezialrahmen

KfW-Standard 40 Gebäudehülle z.B. mit:

  1. verbesserter Außenwanddämmung
  2. verbesserter Dachdämmung und neue Fenster mit Dreifachverglasung und Spezialrahmen
  3. Gedämmter Fundamentplatte

Mehr Informationen zum KfW-Standard und zur Förderung finden sie hier

Die Berechnung des Strombedarfs für Warmwasser und Heizung wurde mit einem Programm berechnet, der nach DIN 18599 arbeitet.

Auswahl der Lüftung mit oder ohne Wärmerückgewinnung

Ja / Nein

JA: Durch eine Wärmerückgewinnung im Gebäude lassen sich deutlich Heizkosten senken. Die in der Abluft enthaltene Wärme wird durch einen Wärmetauscher auf die Frischluft übertragen.

NEIN: Ohne eine Wärmerückgewinnung wird die in der Abluft enthaltene Wärme ungenutzt in die Umgebung zurückgeführt.

Mehr zum Thema Lüftungsanlagen finden sie in der Arbeitsgruppe Lüftung

Auswahl des Wärmepumpentyps

Der umgekehrte Kühlschrank – die Wärmepumpe.

Sole / Luft

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(1) Funktionsprinzip einer Wärmepumpe Quelle Bundesverband Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe besteht aus drei Teilen, der Wärmequellenanlage die der Umgebung die benötigte Wärme entzieht, der Wärmepumpe die die gewonnene Energie nutzbar macht  und dem Wärmeverteil- und Speichersystem das die Wärme im Haus verteilt oder speichert.

Durch die Art des Mediums in der Wärmepumpe kann der Effizienzgrad der Anlagentechnik beeinflusst werden.

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(2) Schema Aufbau der Anlagentechnik Luft / Wasser Wärmepumpe Quelle Bundesverband Wärmepumpe

So benötigt das Gebäude mit der Luftwärmpepumpe (2) mehr Endenergie als mit einer Wasserwärmepumpe, weil die Heizleistung bei geringer Außentemperatur sinkt. Eine Luftwärmepumpe ist aber preiswerter und einfacher nachzurüsten.

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(3) Schema Aufbau der Anlagentechnik Wasser / Wasser- Wärmepumpe Quelle Bundesverband Wärmepumpe

Die Wasserwärmepumpe kann aber ganzjährig effektiv mit der angeschlossenen Energiequelle betrieben werden, allerdings sind hier auch die Erschließungskosten höher.

Haushaltsstrom

Für die Wohnungsbeleuchtung und für die Haushaltsgeräte und Prozesse in der Berechnung mitberücksichtigt werden. Dabei ist ein pauschaler Endenergiebedarf von

Beleuchtung:           3 kWh/m²*a
Haushaltsgeräte:   10 kWh/m²*a
Kochen:                      3 kWh/m²*a
sonstiges:                  4 kWh/m²*a

——————————-

20 kWh/m²*a

Jedoch maximal 2.500 kWh/a je Wohneinheit, beim Rechenschieber für ein Gebäude mit  180m²

Bei Auswahl am Rechenschieber „mit Keller“ kommen noch einmal 90m² hinzu.

2.500 kWh/a / 180m² = 13,88 kWh/ m²

270m² * 13,88 kWh / m² = 3.750 kWh

Endenergie

Die Endenergie berechnet sich aus der Summe von Haushaltsstrom und Energie für Heizung und Warmwasser

Beispiel:

2.500 kWh Haushaltsstrom + 3.600 kWh Heizung und Warmwasser

= 6.100 kWh Endenergie

Jetzt haben Sie die erforderliche Endenergie, die benötigt wird um Ihr Haus mit Strom zu versorgen. Mit dieser Endenergie können Sie die Größe ihrer Photovoltaikanlage berechnen.

Größe der Photovoltaikanlage

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(4) Photovoltaikanlage auf der Südseite des Daches Quelle: Bauer -Energietechnik

Die Anlage wird in Kilowatt peak [kWp] bemessen, eine in der Photovoltaik häufig genutzte Angabe für die Spitzenleistung einer Anlage. Pro kWp werden in Deutschland durchschnittlich ca. 800-1000 kWh erzeugt. Hier wurden 900 kWh = 1 kWp angenommen.

Beispiel:

6.100 kWh Endenergie / 900 kWh [1kWp] = 6,8 kWp

Sollten sie weitere Fragen wir helfen Ihnen gerne weiter. Wir empfehlen Ihnen die Planung eines kompakten Baukörpers unter Beachtung der Grundsätze des solaren Bauens.

Den E+ Rechner können Sie hier bestellen.

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