Plusenergiegebäude

Umfassende Informationen zum Thema Plusenergiegebäude finden Sie in der Broschüre des Netzwerks „Zeitgemäß bauen“: Download-Link (Hinweis zur Darstellung der PDF-Datei: Menüleiste → Anzeige → Seitenanzeige → Auswählen: Zweiseitenansicht, Deckblatt in Zweiseitenansicht einblenden)

KPE Broschüre Deckblatt

Einzelne Aspekte zum Thema Plusenergiegebäude werden folgend auf dieser Seite vorgebracht:

Ein Plusenergiegebäude weist eine jährlich positive Energiebilanz auf: es gewinnt mehr Energie, als es von außen (zum Beispiel in Form von Elektrizität, Gas, Heizöl oder Holzbrennstoffen) bezieht. Die benötigte Energie für Heizung und Warmwasser wird im oder am Haus selbst gewonnen, meist durch thermische Solaranlagen und Photovoltaik.

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(1) Energieeffizientes Wohnen ist nicht nur umweltfreundlich und komfortabel – es rechnet sich auch finanziell“. So der Titel eines Beitrags im Magazin Zukunft leben des Bundeswirtschaftsministeriums
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(2) Das Plusenergiegebäude Quelle Stefan Prokupek www.e-genius.at.

Einen kurzen Leitfaden, wie Sie ein Plusenergiegebäude erstellen können, finden sie hier.

Auf die einzelnen Themenfelder wird im folgdenden eingegangen.

Gebäudehülle

Die energetische Primäraufgabe der Gebäudehülle ist die Reduzierung der Transmissions- und Lüftungsverluste. Die Hülle muss nicht nur geringe U-Werte, d.h. entsprechende Dämmwerte in der Fläche aufweisen, sondern auch wärmebrückenfrei sowie luft- und winddicht konstruiert sein. Ein Plusenergiehaus weist den höchsten Standard in der Wärmedämmung auf.

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(3) Hausaufnahme, aufgenommen mit einer Wärmebildkamera

(4) Verschiedene Dämmmaterialien für die Gebäudehülle.

Oben: Druckfeste Holzfaser-Dämmplatte für flächige Anwendungen in Dach und Wand Links: Stabile Wärmedämmung für verschiedene Anwendungen                             Rechts: Holzfaser-Einblasdämmung für die Hohlraumdämmung Fa. Steico

 

Unterteilung der Energiestandards nach KfW

Gemessen wird die energetische Qualität dabei anhand der Referenzgrößen „Primärenergiebedarf” und „Transmissionswärmeverlust“. Je besser der Energiestandard eines Gebäudes desto niedriger ist die Einstufung nach KfW. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) definiert dabei die Höchstwerte, die ein vergleichbarer Neubau einhalten muss. Das Effizienzhaus 100 entspricht den Vorgaben der EnEV. Das KfW-Effizienzhaus 85 verbraucht 85% der Energie eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV. Der höchste Standard nach KfW ist das KfW-Effizienzhaus 40

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( 5 ) Überblick der Effizienzhäuser nach KfW-Standard Quelle KfW-Bankengruppe

 

Energieversorgung

PhotovoltaikSolarthermie

(6) Nutzung von Photovoltaikmodulen und Solarthermie auf einem Dach.

Ein Haus benötigt Energiequellen in Form von Strom, Warmwasser und Wärme. Folgende Anlagentechnik kann z.B. in ein Plusenergiehaus eingebaut werden:

  • Photovoltaik
  • Batteriespeicher
  • Solarthermie
  • Pufferspeicher für Warmwasser
  • Wärmepumpe ( z.B. Luft / Luft Wärmepumpe oder Luft/Wasser Wärmepumpe)
  • Lüftungsanlage ( zentral / dezentral)

Die Photovoltaik erzeugt den benötigten Strom. Der Batteriespeicher kann den Strom speichern, wenn er zum Zeitpunkt der Erzeugung nicht benötigt wird. Die Solarthermie versorgt das Haus mit Warmwasser. Im Pufferspeicher kann das Warmwasser gespeichert werden. Zur Wärmegewinnung kann eine Wärmepumpe eingebaut werden. Die Lüftungsanlage versorgt das Haus mit frischer Luft.

Durch die gute Dämmung der Gebäudehülle und die Nutzung von Wärmepumpen ist der Strombedarf in Plusenergiegebäuden potentiell höher als der Bedarf an Wärme. Die Stromproduktion aus Photovoltaik korreliert nicht zwangsläufig mit dem Verbrauch in Gebäuden. Das bedeutet, dass Strom benötigt wird um z.B. die Wärmepumpe zu betreiben, auch wenn die Photovoltaik gerade keinen erzeugt. Daher ist es sinnvoll eine Batterie in das System zu integrieren.

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