Wirtschaftlichkeit Plusenergie

Um die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes zu berechnen, können vereinfacht die Investitionskosten sowie die jährlichen Betriebskosten betrachtet werden. Im Vergleich zu einem Gebäude nach dem gesetzlichen Minimum (EnEV 2016) müssen zum Erreichen des Plusenergiestandards zusätzliche Investitionen von ca. 185 bis 260 € pro Quadratmeter Nutzfläche getätigt werden, abhängig von Gebäude und Umsetzung. Das stellt eine gezielte Investition dar, die sich je nach energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen in verminderten Betriebskosten von bis zu 18 € pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr widerspiegelt, die für ein „EnEV 2016“-Gebäude anfallen würden. Für unsere vereinfachte Rechnung gehen wir von übrigen Betriebskosten für Plusenergiegebäude von 5 € pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr aus. Mit diesen
einfachen aber realistischen Berechnungen amortisiert sich die Investition in ein Plusenergiegebäude nach 15 bis 20 Jahren. Plusenergiegebäude sind somit wirtschaftlicher als Gebäude, die nur die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen.

Beispielrechnung

Zusatzkosten für Gebäude mit 140 qm Nutzfläche = ca. 30.000 €
Vermiedene Betriebskosten = ca. 1.800 € pro Jahr
Zusatzkosten / Betriebskosten pro Jahr = 16,6 Jahre.

Ökologische Sichtweise

Jeder Bauherr sollte sich fragen, welchen ökologischen Fußabdruck er hinterlassen möchte. Grundsätzlich gilt, dass Energie, die nicht verbraucht wird, die ökologischste ist. Wenn Energie erzeugt werden muss, dann am besten erneuerbar. Die Folgen des Verbrennens von fossilen Energieträgern könnten besser verstanden werden, wenn CO2 nicht farblos wäre, sondern den Himmel verfärben würde.